Atmung & Atemstörungen
Worum geht es?
Atmen ist selbstverständlich – bis es plötzlich nicht mehr selbstverständlich ist.
Erkrankungen oder körperliche Veränderungen können dazu führen, dass die Atmung erschwert, weniger belastbar oder zunehmend anstrengend wird.
Dazu gehören beispielsweise Asthma, COPD und andere Erkrankungen der Atemwege und Lunge, aber auch funktionell veränderte Atemmuster.
Ebenso können Operationen, Verletzungen oder Narben die körperlichen Voraussetzungen für Atembewegung verändern.
Woran kann ich es erkennen?
Mögliche Hinweise sind:
-Kurzatmigkeit oder Atemnot
-schnelle Erschöpfung bei körperlicher Belastung
-das Gefühl, nicht ausreichend Luft zu bekommen
-angestrengte oder oberflächliche Atmung
-vermehrter Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
-Schwierigkeiten, die Atmung bei Belastung zu regulieren
-Probleme bei der Koordination von Atmung und Sprechen
-Veränderungen der Atmung in Stress- oder Belastungssituationen
-Eingeschränkte Nasenatmung
-Wiederkehrende Nebenhöhlenentzündungen
Auch bei bestehenden Atemwegserkrankungen kann eine therapeutische Unterstützung der vorhandenen Atemmöglichkeiten sinnvoll sein.
Vernetzt gedacht – was kann damit zusammenhängen?
Atmung bedeutet weit mehr als die Funktion der Lunge allein.
Eine zentrale Rolle spielt das Zwerchfell als wichtigster Atemmuskel. Gemeinsam mit Brustkorb und Atemmuskulatur ermöglicht es unsere Atembewegung.
Haltung, Spannungsverhältnisse und strukturelle Veränderungen sowie Operationen, Verletzungen oder Narben können die körperlichen Voraussetzungen für Atembewegung beeinflussen.
Gleichzeitig steht Atmung in enger Verbindung mit dem autonomen Nervensystem. Unter Stress oder Belastung kann sich unser Atemmuster verändern und beispielsweise schneller, flacher oder angestrengter werden.
Deshalb stellt sich die Frage:
„Unter welchen körperlichen und regulatorischen Voraussetzungen findet die Atmung gerade statt?
Was bedeutet das für die Therapie?
Zu Beginn werden Atemmuster, Atembewegungen und den Umgang mit Belastungssituationen evaluiert.
Dabei können beispielsweise Brustkorb- und Zwerchfellbewegung, Atemmuskulatur, Spannungsverhältnisse sowie die Koordination von Atmung und Sprechen eine Rolle spielen.
Je nach Befund verbinde ich Atemwahrnehmung, Atemtechniken, manuelle Techniken, Bewegungs- und Haltungsarbeit sowie aktive Übungen.
Dabei geht es nicht darum, eine bestehende Erkrankung „wegzuatmen“, sondern darum, die vorhandenen Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen und einen ökonomischeren Umgang mit der eigenen Atmung zu entwickeln.
Gemeinsam gut begleitet
Atembeschwerden können den Alltag und die Belastbarkeit stark beeinflussen.
Gemeinsam schauen wir, wann Atemprobleme auftreten, was die Atmung beeinflusst und welche Strategien im persönlichen Alltag hilfreich und umsetzbar sind.
Dabei können sowohl körperliche Belastungen als auch Stress- und Anspannungssituationen eine Rolle spielen.
Ziel ist nicht, ständig über die eigene Atmung nachdenken zu müssen – sondern mit den vorhandenen Atemmöglichkeiten möglichst sicher und selbstverständlich umgehen zu können.