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Myofunktionelle Störungen

Myofunktionelle Therapie in der Logopädie-Praxis in Aspang

Worum geht es?

Bei einer myofunktionellen Störung besteht ein Ungleichgewicht im Zusammenspiel der Muskeln und Funktionen im Mund- und Gesichtsbereich. Dabei können unter anderem die Zungenruhelage, das Schluckmuster, die Atmung sowie die Zahn- und Kieferentwicklung betroffen sein. Für eine physiologische Myofunktion ist ein feines Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Muskeln und Strukturen wie Zunge, Lippen, Wange und Kiefer notwendig.

Woran kann ich es erkennen?

Mögliche Hinweise sind: - offene Mundhaltung oder Mundatmung - eingeschränkte Nasenatmung - auffällige Zungenruhelage (z.B. eingelagert zwischen den Zähnen) - auffälliges Schluckmuster (interdental/ adental) - Schnarchen - schmaler Kiefer - enger Zahnstand oder Zahnfehlstellungen - nicht zufriedenstellender Erfolg bei Zahnspangen - zu kurzes Zungenband Nicht immer fällt dabei zuerst die Zunge oder das Schlucken auf. Manchmal führen erst Zahnstellung, Mundatmung oder Schnarchen dazu, genauer hinzuschauen. Saugen, Essen, Schlucken, Atmung und Kieferentwicklung sind eng miteinander verbunden. Ist beispielsweise die Nasenatmung eingeschränkt und der Mund häufig geöffnet, verändert sich automatisch die Lage der Zunge. Gleichzeitig spielen Position und Funktion der Zunge eine wichtige Rolle für das Schlucken und die Entwicklung des Kiefers. Zeigt sich eine eingeschränkte Zungenfunktion, reicht es daher nicht immer aus, die gewünschte Bewegung einfach zu üben. Zunächst gilt es zu verstehen: „Kann die Zunge diese Funktion überhaupt ausführen – und sind die notwendigen Voraussetzungen dafür vorhanden?“ Je nach Befund können dabei unter anderem Spannungsverhältnisse, Beweglichkeit, Haltung, fasziale Zusammenhänge oder die Voraussetzungen für die nervale Ansteuerung eine Rolle spielen.
Myofunktionelle Therapie mit manuellen Techniken in Aspang

Was bedeutet das für die Therapie?

Zu Beginn werden unter anderem Zungenfunktion, Zungenruhelage und Schluckmuster überprüft und evaluiert, welche Voraussetzungen bereits vorhanden sind. Sind beispielsweise Bewegungen eingeschränkt, muss zunächst geklärt werden, was die mögliche Ursache dahinter sein kann. Je nach Befund können dabei auch manuelle Techniken aus meiner zusätzlichen Ausbildung im Bereich Osteopathie in der Logopädie, zum Einsatz kommen. Sind die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, werden in der Therapie die Bereiche Wahrnehmungsschulung, Haltungsaufbau, manuelle Techniken und aktive Funktionsübungen verbunden, um neue Bewegungsabläufe anzubahnen und zunehmend im Alltag zu festigen. Gemeinsam gut begleitet Eine nachhaltige Veränderung entsteht nicht nur während der Therapieeinheit. Neue Bewegungsabläufe müssen wahrgenommen, wiederholt und Schritt für Schritt in den Alltag übernommen werden. Deshalb ist mir wichtig, dass Eltern bzw. Patient:innen verstehen, was verändert werden soll und warum an bestimmten Bereichen gearbeitet wird. Gemeinsam werden die notwendigen Rahmenbedingungen im Körper geschaffen, damit betroffene Strukturen ihre gewünschten Funktionen wieder bestmöglich übernehmen können. Verstehen - Voraussetzungen schaffen - neue Funktionen anbahnen und im Alltag festigen – Schritt für Schritt.
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